Narkose, Hypnose, Akupunktur

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Schmerzempfinden bei einer Zahnbehandlung zu minimieren oder komplett auszuschalten.

Vollnarkose
Da Angstpatienten oft seit Jahren nicht zum Zahnarzt gegangen sind, ist oft eine vollständige Sanierung des Gebisses notwendig. Mit herkömmlichen Behandlungsmethoden würde die jedoch mehrere Monate dauern, was für Angstpatienten wahrscheinlich unerträglich und für den Abbau der Angst kontraproduktiv wäre. Aus diesem Grund bieten viele Zahnärzte eine Behandlung unter Vollnarkose, die allerdings auch mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Der Patient bekommt von alledem natürlich nichts mit.

Für eine Behandlung unter Vollnarkose steht dem Zahnarzt ein Anästhesist zur Seite, der die Narkose einleitet und überwacht. In jedem Fall sollte einer Behandlung unter Vollnarkose ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Zahnarzt vorausgehen, das Sie über die Möglichkeiten und Risiken einer solchen Behandlung aufklärt.

Hypnose
Die medizinische Hypnose ist eine Möglichkeit die Behandlung beim Zahnarzt speziell für Angstpatienten zu erleichtern. Der Patient wird bei der Hypnose in einen tranceähnlichen Zustand versetzt in dem Schmerzereignisse im Bewusstsein ausgeblendet werden. Der Patient ist während der Behandlung bei vollem Bewusstsein und kann auf den Zahnarzt einwirken und Fragen beantworten. Er verliert also nie die Kontrolle.

Der Einsatz der Hypnose in der Zahnmedizin setzt eine fundierte Ausbildung des Zahnarztes voraus. Eine Liste speziell geschulter Hypnosezahnärzte und viele Informationen zum Thema finden Sie bei der Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose e.V. (DGZH e.V.) im Internet unter http://www.dgzh.de .

Akupunktur
Die Akupunktur ist schon seit mehreren tausend Jahren Bestandteil der chinesischen Heilkunst. In den letzten Jahren haben auch europäische Ärzte die Methoden der Akupunktur aufgegriffen und erfolgreich eingesetzt.

Unter Akupunktur versteht man die Reizung spezieller Punkte an der Körperoberfläche durch feine Nadeln. Aber auch andere Methoden der Stimulierung sind möglich. Das einfachste Verfahren ist die gerichtete Massage dieser Punkte (Akupressur). Aber auch durch Wärme, Ultraschall oder Laserstrahlen ist eine Reizung möglich.

Akupunktur hat in der Schulmedizin leider immer noch einen schlechten Ruf. Ihm wird häufig lediglich ein Placeboeffekt zugesprochen, jedoch keine wirklichen Auswirkungen auf den Körper selbst. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena widerlegt diese Ansichten. Diese Studie konnte eine schmerzlindernde Wirkung auch nach streng wissenschaftlichen Kriterien nachweisen.